Weißenpension nach zweijährigem Kampf durchgesetzt!

 

BLINDER MANN ERKÄMPFT SICH WEISSENPENSION VOR GERICHT

Nach einem zweijährigen Rechtsstreit gewährt das Arbeits- und Sozialgericht Wien einem von Geburt an blinden Mann eine Weißenpension. Der Kläger bewies Durchhaltevermögen und siegte letztendlich.

Gerichtsdokument des Pflegegelds

Der 1982 geborene Kläger leidet seit seiner Geburt unter einer seltenen Augenerkrankung, die zu vollständiger Erblindung führte. Trotz seiner Behinderung absolvierte er mit Unterstützung diverser Institutionen mehrere Ausbildungen, unter anderem im Bereich assistiver Technologien für Blinde. Von 2001 bis 2015 war er als Fachkraft für die berufliche Assistenz von Blinden und Sehbehinderten tätig. Sein Antrag auf Weißenpension über das 18. Lebensjahr hinaus wurde jedoch 2021 von der Pensionsversicherungsanstalt abgelehnt, woraufhin er Klage einreichte.

In einem zweijährigen Rechtsstreit konnte der Kläger nun einen Sieg vor dem Arbeits- und Sozialgericht Wien erringen. Das Gericht entschied, dass ihm rückwirkend ab Dezember 2021 eine Weißenpension im gesetzlichen Ausmaß zusteht. Ausschlaggebend war, dass der Kläger trotz Ausbildung und Berufstätigkeit von Geburt an nicht in der Lage war, ohne besondere Unterstützung einer gewöhnlichen Erwerbstätigkeit nachzugehen. Die Verfahrenskosten muss die beklagte Pensionsversicherungsanstalt tragen.

Dieses Urteil ist ein wichtiger Erfolg für die Rechte von blinden und sehbehinderten Menschen. Es zeigt, dass mit Durchhaltevermögen und Unterstützung auch scheinbar aussichtslose Fälle gewonnen werden können. Das Gericht hat anerkannt, dass eine Behinderung trotz Ausbildung und Beruf die Erwerbsfähigkeit dauerhaft einschränken kann und dass Betroffene Anspruch auf Unterstützung haben. Der Fall schafft einen Präzedenzfall und macht anderen Betroffenen in ähnlicher Lage Mut, für ihre Rechte zu kämpfen.